Pld, 16. Januar 2009

... Rund 60 Düsseldorfer Gruppen, Verbände, gemeinnützige und gewerbliche Träger, Betriebe, öffentliche Stellen, Kammern und Unternehmen, Beratungsinstitutionen und Architekten, kirchliche Kreise und Bürgerinitiativen haben sich zu diesem konfessions-, partei- und institutionsübergreifenden Netzwerk zusammengeschlossen. Seitens der Stadt wird der Familientisch vom Gleichstellungsbüro und dem Jugendamt tatkräftig unterstützt. "Düsseldorf ist Familienstadt. Dazu hat auch der Düsseldorfer Familientisch beigetragen. Ich freue mich, dass die Stadt einen solchen starken Verbündeten hat", erklärte Oberbürgermeister Dirk Elbers anlässlich des Jubiläums.

Mit Familien für Familien
Auf Initiative des Familienbundes der Katholiken gründeten 46 engagierten Düsseldorfer Frauen und Männern den "Familientisch" im Februar 1999. Von der ersten Stunde an wird das "Düsseldorfer Bündnis für Familien" von Heike Miosczka koordiniert. Unter dem Motto "Mit Familien für Familien" soll die Familienfreundlichkeit der Landeshauptstadt vorangetrieben werden. Der "Familientisch" setzt sich kritisch mit der Situation der Familien in Düsseldorf auseinander. Gemeinsam mit Verbündeten aus Politik, Kirchen, Wirtschaft und Verbänden sollen die Rahmenbedingungen für Eltern und Kinder in Düsseldorf nachhaltig verbessert werden. Der "Familientisch" hat es sich auch zum Ziel gesetzt, allgemeine Angebote für Familien und speziell solche für Familien in Notlagen bekannter zu machen. "Mit einer aktiven Familienpolitik kann das Leben in einer Stadt attraktiver gestaltet werden. Kinder sind die Zukunft. Familien in einer Stadt sichern den Wirtschaftsstandort, nehmen Einfluss auf Bildung und Kultur, machen eine Stadt lebendig. Düsseldorf ist hier eine Vorzeigestadt", erklärte Koordinatorin Heike Miosczka.
Das 10-jährige Jubiläum soll über das ganze Jahr gefeiert werden. In jedem Monat steht eine Veranstaltung in Düsseldorf unter der Schirmherrschaft des "Familientisches". Er hat sich für 2009 unter anderem vorgenommen, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und generationsübergreifende Projekte – wie das Projekt "Leihoma/ Leihopa" – zu unterstützen und auszuweiten. Am Ende des Jahres soll mit einer Fachveranstaltung auf die wichtige Arbeit "mit Familien für Familien" besonders eingegangen werden.

Angebote für Familien
Auf die Initiative des "Familientisches" hin wurde ein Familien-Nottelefon mit Beratungs- und Informationsdienstleistungen für Familien eingerichtet. Die Kursreihe "Starke Eltern – starke Kinder", entwickelt vom Kinderschutzbund, wird mittlerweile regelmäßig in vielen Familienzentren angeboten. Mit "ERIK" – Erziehungshilfe, Rat und Information im Kindergarten, entwickelt von der Arbeiterwohlfahrt – steht inzwischen den Eltern ein umfassendes Unterstützungsangebot zur Verfügung. Viele familienfreundliche Unternehmen tragen mit Betriebskindergärten und innovativen Arbeitszeitmodellen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Dazu wurde das Gütesiegel "Familienfreundliches Unternehmen" eingeführt.
Das lokale Bündnis beschäftigte sich in den vergangenen Jahren mit dem thematischen Schwerpunkt "Verantwortung in der Erziehung" und gewann 2001 alle einschlägigen Einrichtungen dafür, ihre Projekte zur Erziehung und Familienbildung vorzustellen und konzeptionell zu bündeln. Dies führte auch dazu, dass es seit 2002 regelmäßig den Düsseldorfer Familienbericht gibt. Der "Familientisch" beschäftigt sich außerdem mit den Themen Gesundheitsprävention, Unterstützung für Alleinerziehende und familienfreundliche Wohnumfeldgestaltung. Darüber hinaus beteiligt sich das Bündnis an der Einrichtung der öffentlichen Ganztagsschule durch fachliche Beiträge und Informationsveranstaltungen.
Um die Bildungschancen zu verbessern, setzt sich der "Familientisch" für den Ausbau der Schulsozialarbeit an Grund- und Hauptschulen ein.
Die Idee des "Familientisches" ist inzwischen in Deutschland weit verbreitet. Heute beteiligen sich über 530 Netzwerke an der Initiative "Lokale Bündnisse für Familien". Deren Motto "mit Familien für Familien" ist aktueller den je. Im Einzugsbereich dieser Bündnisse leben fast 48 Millionen Menschen.
weiter ...